NordArt 2010 präsentiert
Thomas Gsella: Nennt mich Gott – Beste Texte aus 50 Jahren
Ein halbes Jahrhundert satirische Prosa und komisches Gedicht: Seit
50 Jahren steht Thomas Gsella, geb. 1958, für völlige
Qualität und höchsten Quatsch. Das Best of-Programm des
Ex-„Titanic“-Chefredakteurs (2005-2008, seit 1992
Redakteur) versammelt die schönsten Texte und besten Gedichte:
seinen ersten Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln,
väterliche Bekenntnisse, bizarre
Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und
Kinderhymnen, Fußballsonette dieses „Gottes der
Fußballyrik“ (taz) sowie die lustigsten Bildgedichte aus
der TITANIC und unveröffentlichte neue Werke dieses
„jüngsten Nachwuchsklassikers“ (Eckhard Henscheid).
Der Pilot
Er fliegt im Immerblau umher,
Wo Sonnen ihn
erwarten.
Erst steigt er hoch, dann landet er,
Um bald darauf zu starten.
Und wieder fliegt er hoch und weit
Und sinkt bewundert
nieder.
Dann fliegt er in der gleichen Zeit
Zurück und
landet wieder.
Dann startet er und fliegt und sinkt,
Um schleunigst
abzuheben,
Worauf erneut die Landung winkt.
Ein Traum von einem Leben.
Geblendet sprach ein Leguan
die wunderschöne Seekuh
an:
'Ich hab' noch guten Scotch im Schrank;
wir äh... was
hältst du...' - und ertrank.
Moral: Ein jeder Flirt
mißlingt,
sobald der Flirtende ertrinkt.
„Ein Meister“ (Spiegel)
„Ein Hauch von Wehmut liegt über dem Gsellaschen,
aber auch süße Bitterkeit“ (Die Zeit)
„Thomas Gsella beherrscht die Freibeuterkunst der
literarischen Parodie“ (FAZ)
„Charme, Witz und sprachliche Brillanz.“ (Werner Schneyder)